Für wen diese Tour geeignet ist
Distanz, Dauer und Autonomie eignen sich für Wanderer mit Erfahrung auf mindestens einwöchigen autonomen Touren und einer guten körperlichen Verfassung. Eine durchdacht ausgewählte Ausrüstung ist unerlässlich, um Komfort unter arktischen Bedingungen bei gleichzeitig geringem Basisgewicht des Rucksacks zu gewährleisten.
Das Tourengebiet
Unser Ziel ist es, den schönsten und unberührtesten Teil der Halbinsel zu erkunden. Stellenweise erleichtert eine alte Straße das Vorankommen, doch überwiegend bewegen wir uns durch die Tundra, über Moos und Hochmoore, klettern über Felsen und durchwaten Flüsse.
Der Nordkapstrom ist eine warme Oberflächenströmung vor den Nordküsten Skandinaviens und der Halbinsel Kola; er ist neben dem Spitzbergenstrom ein Ausläufer des Norwegischen Stroms und nach dem Nordkap benannt. Selbst bei strengstem Frost friert das Meer an der Murmanküste nicht zu. Übrigens liegt Norwegen von unserem Übernachtungsplatz nur 60 km entfernt. Uns erwarten riesige Buchten – einige bis zu 20 km lang –, Sandstrände und weiche Moostundra unter unseren Füßen.
Unter den rauen Bedingungen des Hohen Nordens gelang es dem Menschen historisch, sich durch die Jagd auf Meeressäuger, Rentiere und Fischfang niederzulassen. Über Jahrhunderte lebten hier die Samen sowie kleinere Bevölkerungsgruppen aus Russland und Norwegen. Auf unserem Weg begegnen uns daher Fischerbuchten und einer der drei aktiven Leuchttürme der Nordküste.
Tierwelt
Die Rentiere, denen wir begegnen, werfen jedes Jahr zwei bis drei Monate nach der Brunftzeit ihr Geweih ab. Das neue Geweih beginnt sofort zu wachsen, um rechtzeitig für die Rangkämpfe der nächsten Brunftsaison bereit zu sein – und je früher es abgeworfen wird, desto größer kann es im Folgejahr werden. Zudem kann man hier Hasen, Füchsen, Mardern und Schneehühnern begegnen. Von der Küste aus lassen sich oft die Blasfontänen von Zwergwalen sowie Robben beobachten. Rybatschi ist auch dadurch einzigartig, dass sich hier die größte Kolonie von Meeresvögeln ansiedelt. Wir freuen uns über Tierbegegnungen, achten jedoch stets auf einen respektvollen Umgang und die Einhaltung der Sicherheitsregeln.