Das ist mein erster Schlafsack. Ich kaufte damals den günstigsten, da das gesamte Budget für Schuhe und Zelt draufgegangen war :))
Der wesentliche und größte Vorteil ist der Preis von 2.000 RUB mit 50 % Rabatt bei Trial-Sport.
Natürlich wurde er bei diesem Preis nicht nach EN 13537 zertifiziert. Das bedeutet, man kann ihn nur am eigenen Leib testen. Die unten beschriebene Erfahrung basiert auf etwa 110 Übernachtungen im Schlafsack in Höhen von 0 bis 3.000 Metern über dem Meeresspiegel bei Temperaturen von +2° bis +27°, auf einer 10-mm-Schaumstoffmatte, in einem Zelt mit Snowflaps, überwiegend solo. Meine Körpergröße: 177 cm, Gewicht: 65 kg.
Der angegebene Komfortbereich von +7° trifft, vorausgesetzt man schläft in Funktionsunterwäsche, für Männer absolut zu.
ABER der Wert von +7° ist gleichzeitig auch das Limit des Komfortbereichs. Bei einem unerwarteten Kälteeinbruch auf +3° verspürte ich trotz heruntergelassener Snowflaps, Funktionsunterwäsche, Fleecepullover, Socken, Handschuhen und Sturmhaube ständige Kälte und fand nur unruhigen Schlaf.
Gegen Morgen warf ich zusätzliche Kleidung und eine Jacke über den Schlafsack und schlüpfte mit den Füßen in den Rucksack; es wurde spürbar erträglicher, das unangenehme Frösteln blieb jedoch bestehen.

Ein großer Minuspunkt des Schlafsacks ist die eine „Einheitsgröße“ mit einer Länge von 220 cm. Bei meiner Körpergröße sind 20–25 cm überflüssig – das ist zusätzliches, nutzloses Gewicht und ein kalter Leerraum. Dieses zusätzliche Volumen im Fußbereich bei Temperaturen um +7° aufzuwärmen, ist schlicht unmöglich. Ich spürte eine regelrechte „Wand“ aus kalter Luft an den Füßen. Als ich anfing, Kleidung hineinzustopfen, wurde das Problem zwar etwas gelindert, aber optimal ist das natürlich nicht. Kurz gesagt: keine echte Lösung.

Bei Außentemperaturen über +10° ziehe ich mich der Temperatur entsprechend aus, öffne den Reißverschluss und nutze den Schlafsack wie eine Decke. +7° ist ein universeller oberer Grenzwert. Schlafsäcke mit einer Komforttemperatur von +10° bis +20° halte ich für wenig sinnvoll: Bei 15° sind die Nächte ohnehin warm, aber es besteht immer die Gefahr eines Temperatursturzes, und in solchen Modellen kühlt man dann schnell gefährlich aus.
Schläft man ohne Kleidung, fühlt sich das Innenmaterial mittelmäßig an: Es kratzt nicht, ist aber auch nicht besonders weich. Die weiße Farbe fand ich anfangs praktisch, um Insekten schnell zu entdecken, mit der Zeit verschmutzte der Kragenbereich jedoch stark. Ich habe ihn einmal in der Maschine gewaschen; die Wärmeleistung blieb dabei vollständig erhalten.
Der Kompressionssack ist robust: Obwohl alle Beschriftungen verblasst sind, hält das Material problemlos und erfüllt seinen Zweck. Komprimiert bleibt er angenehm kompakt.
Ein paar Mal habe ich den Freetime LITE TECH 200 im Winter als schützenden Außenschlafsack gegen Kondensfeuchtigkeit über dem Hauptschlafsack verwendet, und selbst dabei erwies er sich als deutlich zu lang.
Fazit: Der Schlafsack ist eine gut verarbeitete, extrem preiswerte Sommerausrüstung, deren größter Nachteil in den überdimensionierten Maßen liegt. Das bedeutet 200–300 g überflüssiges Gewicht und unnötigen Wärmeverlust, doch der Preis macht diese Defizite wett. Wenn ich noch einmal wählen müsste, würde ich ihn wieder kaufen. Eine solide Alternative in dieser Preisklasse ist mir bisher nicht begegnet. Wenn Sie bereits Erfahrungen damit gesammelt haben, teilen Sie diese gerne in den Kommentaren.


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